Neubau integrative Tagesstätte

 

Betriebsbeschreibung                                                              Stand 21. März 2017

 

Die Lebenshilfe Bad Kreuznach e.V. ist Trägerin des Förderkindergartens Ellerbachstraße in Bad Kreuznach. Der Förderkindergarten betreut aktuell 40 Kinder. Er besteht aus 5 Gruppen mit je 8 beeinträchtigten Kindern und ist ausschließlich pflegesatzfinanziert. Aktuell können keine Kinder unter drei Jahren und keine Regelkinder aufgenommen werden. Beide Entwicklungen sind am jetzigen angemieteten Standort ausgeschlossen. Zugleich bedürfen die aktuellen räumlichen Gegebenheiten dringend einer Weiterentwicklung.

Aus diesen drei Gründen hat sich die Lebenshilfe Bad Kreuznach e.V. entschieden, einen Neubau für eine integrative Kita zu errichten. Die  integrative Kita bietet  64 Kindern im Alter von 6 Monaten bis 7 Jahren in 6 Gruppen vielfältige Entwicklungs- und Begegnungsmöglichkeiten.

 

Aufteilung des Hauses und der Gruppen

Die integrative Kindertagesstätte wird für insgesamt 64 Kinder gebaut, davon sind bis zu 36 Plätze für Kinder mit Behinderungen, das bedeutet, es fallen 4 heilpädagogische Plätze weg. Diese Entwicklung ist mit dem örtlichen Träger der Eingliederungshilfe abgestimmt. Die Plätze verteilen sich auf insgesamt 6 Gruppen.

Für jede Gruppe steht ein Gruppenensemble zur Verfügung, bestehend aus Gruppenraum, Nebenraum mit Abstellraum/Lager.

Teilhabe wird alltagsnah in den Gruppen und gruppenübergreifend ermöglicht. Teilhabe wird durch Anregung und Förderung der Eigenständigkeit, der Kenntnisse und Fertigkeiten und das Miteinander in den Gruppen gefördert.

Zusätzlich gibt es Funktionsräume, um den Kindern gruppenübergreifend interessensbezogene und entwicklungsorientierte Begegnungsmöglichkeiten und Lernfelder zu bieten.

Räume zur Förderung der Wahrnehmung, der Bewegung und der Verständigung. 

 

Die Gruppen werden wie folgt unterschieden:

 

3 Heilpädagogische Gruppen 

für 24 Kinder mit drohender oder bestehender Behinderung im Alter von 3 bis 7 Jahren.

Hier werden pro Gruppe 8 Kinder mit Beeinträchtigung mit einem Stellenumfang von 2 Erzieherstellen betreut.

 

2 Integrative Gruppen

für 30 Kinder mit und ohne Beeinträchtigung im Alter von 2 bis 7 Jahren.

Hier werden pro Gruppe 15 Kinder (10 Kinder ohne und 5 Kinder mit Beeinträchtigung) mit einem Stellenumfang von 2 Erzieherstellen betreut. In diese Gruppen dürfen je 2 U3-Kinder aufgenommen werden. Die Zusammensetzung richtet sich nach dem Bedarf.

1 Krippengruppe mit heilpädagogischem Schwerpunkt

für bis zu 10 Kinder im Alter von 6 Monaten  bis 3 Jahre. Die Krippe hat einen heilpädagogischen Schwerpunkt. Das bedeutet, es können 2 U3-Kinder mit Beeinträchtigung bereits frühzeitig aufgenommen werden. Ist dies der Fall, reduziert sich die Kinderzahl dieser Gruppe auf 8. Auch hierfür stehen 2 Erzieherstellen zu Verfügung.

 

Personal

Die Kita hat durch die integrierte und alltagsbegleitende Arbeit von PsychologInnen und PhysiotherapeutInnenen, ergänzend zu HeilpädagogInnen und ErzieherInnenn ein multiprofessionelles Team, dass allen Gruppen und Kindern zu Gute kommt.

Mit einem systemischen Verständnis werden die (heil-)pädagogischen Alltagsprozesse begleitet und ergänzt.

Die Übergänge von Betreuung, Förderung und Therapie werden so fließend und sind für die Kinder im Alltag integriert. Funktionsräume können von allen Disziplinen genutzt werden.

Therapie wird nicht als trennendes nebenher erlebt, sondern als ergänzendes und gegenseitiges bereicherndes Arbeiten und Erleben mit Austausch.

Reflexion, Intervision und Fachberatung finden so auch nah an der Kindergartenwirklichkeit sowohl zwischendurch in der Alltagsbegegnung als auch in regelmäßigen Beratungsgesprächen statt.

 

In der Kindertagesstätte werden etwa 22 Mitarbeiterinnen in Voll- und Teilzeitform arbeiten.

-       Gruppendienst (Heil- und sozialpädagogische Fachkräfte/Erzieherinnen und Praktikanten)

-       Begleitender Dienst (Therapeuten, Leitung, Verwaltung)

-       Hauswirtschaftsdienst (Küchen- und Reinigungskräfte)

 

Räumlichkeiten

Neben den 6 Gruppenensembles stehen in der Kita 5 Funktionsräume zur Verfügung , deren Nutzung je nach Bedarf festgelegt werden kann.

 

Räume, die Aktivität/Bewegung  unterstützen

Die Mehrzweckhalle dient im pädagogischen Alltag der Bewegungserziehung.  Sie ermöglicht freie Bewegungsbaustellen in Großgruppen. Außerdem bietet sie Platz für Feste und  Veranstaltungen der Einrichtung.

 

Räume, die Entspannung/Wahrnehmung  unterstützen

Der Snoezel und Ruheraum erweitert den Alltag um eine entspannungs- und phantasiefördernde „Traumwelt“.  Zu den Gruppen mit wechselnden, vielfältigen, dynamisch variablen Zusammensetzungen und Angeboten, welche  die Sozialwahrnehmung fordern, wird mit dem Ruheraum ein Gegenpol gesetzt, der die Wahrnehmung in der Ruhe fordert. Er kann zum Sinnesraum, zum Traumraum und zum Ruheraum gestaltet werden. Kinder in unterschiedlichen Entwicklungsstufen können dieses Raumangebot gruppenübergreifend nutzen.

 

Räume, die  geschützte Interaktion/Verständigung unterstützen

Für die Kinder mit Behinderung, für deren Familien und für Familien in Krisen, braucht es geschützte Räume, in denen sie ihre individuellen Themen zeigen können und auf Verständnis stoßen. Für Kinder ist das der Spieltherapie-Raum.

Für Erwachsene sind das Gesprächs- und Beratungsräume, die ihnen die Sicherheit geben, sich offen zu zeigen, und an ihren Krisen und Trauerprozessen zu arbeiten.

Ebenso steht den Eltern ein Raum zur Verfügung, den sie zum Austausch, zur Eingewöhnung, zur Arbeit im Elternausschuss nutzen können.

 

Hauswirtschaft, Versorgung und Technik

Als Hausanschluss- und Technikraum dient ein Extraraum neben dem Hauswirtschaftsbereich.

Der Technikraum wird auch von außen zugängig sein, um bei Störungen unabhängig vom Betrieb zu  sein. (Kontakt zu den Kindern, Wartungs- und Reparaturarbeiten am Wochenende ...)

 

Der Hauswirtschaftbereich umfasst die Küche, Vorratsraum und Extra WC.

Die Teeküche liegt direkt neben der Küche, um die Abläufe (Geschirr für die Gruppen holen, Essensausgabe ...) fließend mit den Kindern gestalten zu können und dabei die Hygienevorschriften beachten zu können. Das Essen wird von extern geliefert werden.

Ein „Beikochen“ beispielsweise von Salaten und Desserts sowie pädagogisches Kochen soll möglich sein.

Es stehen ein Sozialraum/Teeküche und ein Mitarbeiterraum (PC-Arbeitsplätze, Dienstbesprechung) für das Personal zur Verfügung.

Außerdem gibt es ein Leitungsbüro, ein Verwaltungsbüro und ein Archiv/Kopierraum.

 

Hol-und-Bring-Situation

Die  Hol-und-Bring-Situation für Kinder mit und ohne Behinderungen unterscheidet sich dahingehend, dass die 36 Kinder mit Behinderungen vom Fahrdienst zu Hause abgeholt

und nach Hause gebracht werden.

Es wird mit 7 Kleinbussen („Sprinter“) gerechnet, die zur gleichen Zeit im Kindergarten an- und abfahren: morgens kurz vor 8:45 Uhr und mittags kurz nach 15:10 Uhr.

Hierzu dient ein kleines „Busterminal“/ eine Busspur. Ein Zaun zur Straße verhindert das Weglaufen. Die sogenannten „Regelkinder“ werden von ihren Familienmitgliedern gebracht und abgeholt.

 

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeit der Einrichtung wird vorerst von 7:30 Uhr bis 16:30 Uhr angenommen.

Die Betreuungszeit für Kinder mit Behinderung ist täglich von 8:45 Uhr bis 15:10 Uhr.

Für die sogenannten Regelplätze werden die Betreuungszeiten noch mit dem Jugendamt abgestimmt.